• Allgemein
  • The Muse von Jessie Burton

    The_Muse_New

    Zwei Jahre ist es nun her, dass Jessie Burton mit ihrem Debütroman „The Mininaturist“ (Dt.: „Die Magie der kleinen Dinge“) einen weltweiten Erfolg erzielte. Auch ihr zweiter Roman „The Muse“ überzeugt durch seine vielschichtige Handlung und einnehmende Erzählweise. Es geht um die Geschichte zweier Frauen, getrennt durch die Jahrzehnte: Odelle, die in den 1960er Jahren ihre Heimat Trinidad verlässt, um in London ein besseres Leben zu finden und Olive, die während des Spanischen Bürgerkrieges in den späten 1930ern in Andalusien lebt. Obwohl sich dieses Frauen niemals begegnen werden, sind ihre Geschichten unausweichlich durch ein verloren geglaubtes Gemälde miteinander verbunden, das ihr beider Leben einschneidend verändern und bestimmen wird.

  • Allgemein
  • Suhrkamp pocket – Große Bestseller im Kleinformat

    Pocket Suhrkamp

    Die neue pocket-Reihe von Suhrkamp lässt jedes Sammlerherz höher schlagen: Hochwertige Geschenkausgaben im handlichen Format, vom Klassiker bis hin zum Sachbuch. Die genauen Titel sind auf der Verlagsseite von Suhrkamp zu finden.

    Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, zwei dieser Titel zu rezensieren: „Open City“ von Teju Cole und „Auf der Plaça del Diamant“ von Mercè Rodoreda.

  • Belletristik
  • Unterleuten von Juli Zeh

    Unterleuten

    Juli Zeh hat mit „Unterleuten“ einen Gesellschaftsroman geschaffen, der das soziale Milieu in einem kleinen fiktiven Dörfchen in Brandenburg aufzeigt. Auf über 600 Seiten stellt Zeh eine abgeschottete Gesellschaft dar, einen Mikrokosmos, in dem es vor allem um alte Streitigkeiten, Machtspielchen und Intrigen geht. Nachdem auch noch ein Windpark in Unterleuten errichtet werden soll, wandelt sich die vermeintliche Dorfidylle zum ausgewachsenen Kleinkrieg.

  • Allgemein
  • Die Gestirne von Eleanor Catton

    Die_Gestirne

    Mit „Die Gestirne“ legt Eleanor Catton einen beeindruckenden und kolossalen modernen viktorianischen Roman vor, der den Werken der großen Autoren dieser Zeit wie Charles Dickens, Robert Louis Stevenson und Wilkie Collins in nichts nach steht. Eine höchst komplexe und fesselnde Geschichte, die eine Mischung aus historischem Kriminal- und Abenteuerroman ist und in der ein wenig magischer Realismus auch nicht fehlt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Catton 2013 für diesen einzigartigen Roman den Man Booker Prize gewann.

  • Allgemein
  • Wie Ihr wollt von Inger-Maria Mahlke

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    Wer bei dem neuen Werk von Inger-Maria Mahlke „Wie Ihr wollt“ auf einen klassischen historischen Roman hofft, muss leider enttäuscht werden. Die Autorin selbst beschreibt es als „die literarische Aneignung eines historischen Stoffes“, was ihr auf eine wundervolle Weise gelungen ist. Mit Komik und subtiler Ironie stellt sie einen Ausschnitt des Lebens der Mary Grey dar, eingesperrt sowohl in ihrem Körper auf Grund ihrer Kleinwüchsigkeit als auch im Hause Thomas Greshams, da sie von Königin Elisabeth I. unter Hausarrest gestellt wurde. Es ist ein sehr humorvoller, aber auch nachdenklich stimmender Roman, der die ständigen Versuche Marys um Anerkennung und Freiheit darstellt, welche jedoch letzten Endes zum Scheitern verurteilt sind.

  • Allgemein
  • Old School von John Niven

    Old_School_Niven

    John Niven hat mit seinem neuesten Roman „Old School“ eine nicht sehr tiefgründige, aber unterhaltsame Satire hervorgebracht. Bekannt geworden durch sein Buch „Kill Your Friends“, welches 2015 auch verfilmt wurde, ist er berühmt-berüchtigt für seinen beissenden Sarkasmus und direkten Erzählstil. Ungeschönt beschreibt er, wie seine 4 Heldinnen in die skurrilsten Situationen geraten und die aberwitzigsten Abenteuer durchleben.

  • Allgemein
  • Satin Island von Tom McCarthy

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    Wer bin Ich und was macht mich zu einem Ich? Tom McCarthys preisgekrönter Roman „Satin Island“, der auch 2015 für den Man Booker Preis nominiert war, beschäftigt sich mit der Frage nach der eigenen Identität – und letztendlich dem Sinn des Lebens. Ob er wirklich die Genrebezeichnung „Roman“ verdient, bleibt dabei offen, denn er erfüllt kaum ein typisches Kriterium dafür. Ein wundervolles Buch, das die Frage nach der eigenen Existenz aufgreift, das aufzeigt, auf welche Weise wir unsere Umgebung wahrnehmen und unserem Leben Bedeutung zusprechen.

  • Belletristik
  • Der beste Roman des Jahres von Edward St Aubyn

    Der_beste_Roman_des_Jahres

    Nachdem mir durch Zufall „Schöne Verhältnisse“ von Edward St Aubyn bei einem sonntäglichen Flohmarktbesuch in die Hände fiel, komme ich nicht mehr von ihm los. Selten habe ich solch einen bissigen und dunklen Humor – gepaart mit einer ordentlichen Dosis an Zynismus – bei einem Autor erlebt und war hoch erfreut, als „Der beste Roman des Jahres“ erschien. Eine aberwitzige Abrechnung mit dem Irrsinn, der einen bestimmten britischen Literaturpreis umgibt, eine Satire, die sich mit der Frage beschäftigt, inwiefern man Kunst und Talent eines Einzelnen als solche bewerten und über andere erheben kann.

  • Fantasy
  • Willkommen in Night Vale von J. Fink & J. Cranor

    Willkommen_In_Night_Vale

    Der Roman Willkommen in Night Vale von Joseph Fink und Jeffrey Cranor basiert auf dem gleichnamigen Podcast, welcher seit 2012 zwei mal im Monat online ausgestrahlt wird. Hierbei wird jede Sendung in Form einer fiktiven Radiosendung dargestellt, in der über die seltsamen Vorkommnisse in der Stadt Night Vale berichtet wird. Diese Handlungsform, die normalerweise für eine kurze Sendung von ca. 30 Minuten ausgelegt ist, merkt man dem Buch an und leider kann dies über eine Podcastlänge hinaus nicht als Roman überzeugen.