• Belletristik
  • Unterleuten von Juli Zeh

    Unterleuten

    Juli Zeh hat mit „Unterleuten“ einen Gesellschaftsroman geschaffen, der das soziale Milieu in einem kleinen fiktiven Dörfchen in Brandenburg aufzeigt. Auf über 600 Seiten stellt Zeh eine abgeschottete Gesellschaft dar, einen Mikrokosmos, in dem es vor allem um alte Streitigkeiten, Machtspielchen und Intrigen geht. Nachdem auch noch ein Windpark in Unterleuten errichtet werden soll, wandelt sich die vermeintliche Dorfidylle zum ausgewachsenen Kleinkrieg.

  • Allgemein
  • Die Gestirne von Eleanor Catton

    Die_Gestirne

    Mit „Die Gestirne“ legt Eleanor Catton einen beeindruckenden und kolossalen modernen viktorianischen Roman vor, der den Werken der großen Autoren dieser Zeit wie Charles Dickens, Robert Louis Stevenson und Wilkie Collins in nichts nach steht. Eine höchst komplexe und fesselnde Geschichte, die eine Mischung aus historischem Kriminal- und Abenteuerroman ist und in der ein wenig magischer Realismus auch nicht fehlt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Catton 2013 für diesen einzigartigen Roman den Man Booker Prize gewann.

  • Allgemein
  • Wie Ihr wollt von Inger-Maria Mahlke

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    Wer bei dem neuen Werk von Inger-Maria Mahlke „Wie Ihr wollt“ auf einen klassischen historischen Roman hofft, muss leider enttäuscht werden. Die Autorin selbst beschreibt es als „die literarische Aneignung eines historischen Stoffes“, was ihr auf eine wundervolle Weise gelungen ist. Mit Komik und subtiler Ironie stellt sie einen Ausschnitt des Lebens der Mary Grey dar, eingesperrt sowohl in ihrem Körper auf Grund ihrer Kleinwüchsigkeit als auch im Hause Thomas Greshams, da sie von Königin Elisabeth I. unter Hausarrest gestellt wurde. Es ist ein sehr humorvoller, aber auch nachdenklich stimmender Roman, der die ständigen Versuche Marys um Anerkennung und Freiheit darstellt, welche jedoch letzten Endes zum Scheitern verurteilt sind.