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  • Der Club | Takis Würger

    Wer es in den legendären Pitt Club an der Cambridge Universität geschafft hat, ist ein gemachter Mann: Mitglied in dieser elitären Studentenverbindung zu sein, öffnet einem alle Türen. Der junge Hans soll sich in diesen Club unter falschen Namen infiltrieren, ohne den wirklichen Grund zu kennen. Takis Würger verwischt mit seinem Debut die gängigen Genregrenzen, Der Club schwankt zwischen Entwicklungsroman, Krimi und Liebesgeschichte. Er überzeugt mit einem ausdrucksstarken Sprachstil, schafft es aber nicht seinen Figuren Lebendigkeit einzuhauchen.

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  • Underground Railroad | Colson Whitehead

    Colson Whitehead setzt sich in seinem neuesten Roman Underground Railroad mit dem Schrecken der Sklaverei in den Vereinigten Staaten von Amerika im 19. Jahrhunderts auseinander. Es ist die fesselnde Geschichte einer Flucht von einer Plantage in Georgia, die die junge Sklavin Cora mit Hilfe der Underground Railroad unternimmt. Gekonnt spinnt Whitehead Realität mit Fantasie zusammen und lässt die Untergrundbahn zu einer realen werden: Unter der Erde finden sich unzählige Tunnel und Wege, die den entflohenen Sklaven den Weg gen Norden weisen.

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  • Swing Time | Zadie Smith

    Zwei Mädchen mit dem gleichen Traum: Sie wollen Tänzerinnen werden und es aus ihren Sozialbauten in London raus schaffen. Die beiden verbindet eine tiefe, aber auch sehr komplizierte Freundschaft, die jahrelang halten soll. Swing Time erzählt ihre Geschichte, wie sie –geprägt von ihrem sozialen Umfeld– versuchen, sich selbst zu finden und ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, etwas aus ihrem Leben zu machen. Leider geht die Erzählung in zu vielen ausschweifenden Beschreibungen unter und wichtige Themen werden nur kurz angeschnitten, kaum ausdiskutiert, wodurch immer ein Gefühl der Unvollkommenheit bleibt und die einzelnen Episoden eher wie ziellose Aneinanderreihungen als eine zusammenhängende Geschichte erscheint.

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  • Die Anatomie des Erwachens | Eleanor Catton

    Die Welt ist eine Bühne –zumindest erscheint es so in Eleanor Cattons Debütroman Die Anatomie des Erwachens, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion immerzu verschwimmen. Die Geschichte, unter anderem erzählt aus der Sicht einer Gruppe jugendlicher Mädchen, dreht sich vor allem um die skandalöse Affäre des Musiklehrers Mr. Saladin mit seiner minderjährigen Schülerin Victoria. Genau wie in ihrem preisgekrönten zweiten Roman Die Gestirne überzeugt Catton zum einen durch ihren außergewöhnlichen Schreibstil, zum anderen durch die komplexen und intelligent verknüpften Handlungsstränge. Hier weiterlesen!

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  • Das Pfingstwunder von Sibylle Lewitscharoff | Longlist 2016

    34 Dante-Forscher aus aller Herren Länder finden sich 2013 zu einem Kongress in Rom zusammen. Im Mittelpunkt steht die Divina Comedia, die Dantes Reise durch die drei Jenseitsreiche beschreibt. Doch am Ende der Konferenz, just in dem Moment, in dem das Himmelsreich besprochen werden soll, geschieht das Pfingstwunder: Die Teilnehmer beginnen wie im Rausch verschiedene Sprachen zu sprechen, steigen auf Fensterbänke und schweben gen Himmel. Nur der Romanist Gottlieb Elsheimer bleibt verdutzt am Boden zurück und versucht eine Erklärung für dieses seltsame Ereignis zu finden. Ein origineller und unterhaltsamer Roman, mit dem es die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2016 schaffte.

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  • Das Leben und Sterben der Flugzeuge | Heinrich Steinfest

    Was haben ein Pariser Bahnhofsspatz und ein Deutscher Kommissar miteinander gemein? Nicht viel, würde man meinen, doch der Autor Heinrich Steinfest hat da eine ganz eigene Meinung zu und überzeugt mit einer abenteuerreichen Geschichte, die sowohl voller skurriler Begebenheiten als auch kurioser Figuren steckt und sich zwischen Wirklichkeit und Traum durch mehrere Welten hindurchzieht. Voller Sarkasmus und Witz werden absurde Szenen beschrieben, die voller Verschwörungstheorien und verwirrender Elemente sind und dies alles in dem einzigartigen Steinfest'schen Stil –grandios!

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  • Americanah | Chimamanda Ngozi Adichie

    Vor kurzem klickte ich auf der Youtube-Seite der TED-Talks herum und schaute mir dort in Endlosschleife alle möglichen Vorträge an. Ich war ganz fasziniert von dem Mut der Sprecher und ihren einnehmenden Themen. So entdeckte ich auch die Rede von Chimamanda Ngozi Adichie "Why We All Should Be Feminists". Ihren Vortrag schaute ich mir gleich ganze drei Mal an, so beeindruckt war ich von ihrer einnehmenden Persönlichkeit, die Wärme und Charisma ausstrahlte und mich mit ihren Worten sofort in ihren Bann zog. Daraufhin besorgte ich mir umgehend den Roman Americanah von ihr und ja, sie ist nicht nur eine sehr begabte Rednerin, sondern auch eine begnadete Autorin.

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  • The Muse | Jessie Burton

    Zwei Jahre ist es nun her, dass Jessie Burton mit ihrem Debütroman "The Mininaturist" (Dt.: "Die Magie der kleinen Dinge") einen weltweiten Erfolg erzielte. Auch ihr zweiter Roman "The Muse" überzeugt durch seine vielschichtige Handlung und einnehmende Erzählweise. Es geht um die Geschichte zweier Frauen, getrennt durch die Jahrzehnte: Odelle, die in den 1960er Jahren ihre Heimat Trinidad verlässt, um in London ein besseres Leben zu finden und Olive, die während des Spanischen Bürgerkrieges in den späten 1930ern in Andalusien lebt. Obwohl sich dieses Frauen niemals begegnen werden, sind ihre Geschichten unausweichlich durch ein verloren geglaubtes Gemälde miteinander verbunden, das ihr beider Leben einschneidend verändern und bestimmen wird.

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  • Suhrkamp pocket – Große Bestseller im Kleinformat

    Die neue pocket-Reihe von Suhrkamp lässt jedes Sammlerherz höher schlagen: Hochwertige Geschenkausgaben im handlichen Format, vom Klassiker bis hin zum Sachbuch. Die genauen Titel sind auf der Verlagsseite von Suhrkamp zu finden.

    Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, zwei dieser Titel zu rezensieren: "Open City" von Teju Cole und "Auf der Plaça del Diamant" von Mercè Rodoreda.

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  • Die Gestirne | Eleanor Catton

    Mit "Die Gestirne" legt Eleanor Catton einen beeindruckenden und kolossalen modernen viktorianischen Roman vor, der den Werken der großen Autoren dieser Zeit wie Charles Dickens, Robert Louis Stevenson und Wilkie Collins in nichts nach steht. Eine höchst komplexe und fesselnde Geschichte, die eine Mischung aus historischem Kriminal- und Abenteuerroman ist und in der ein wenig magischer Realismus auch nicht fehlt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Catton 2013 für diesen einzigartigen Roman den Man Booker Prize gewann.