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  • Underground Railroad | Colson Whitehead

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    Colson Whitehead setzt sich in seinem neuesten Roman Underground Railroad mit dem Schrecken der Sklaverei in den Vereinigten Staaten von Amerika im 19. Jahrhunderts auseinander. Es ist die fesselnde Geschichte einer Flucht von einer Plantage in Georgia, die die junge Sklavin Cora mit Hilfe der Underground Railroad unternimmt. Gekonnt spinnt Whitehead Realität mit Fantasie zusammen und lässt die Untergrundbahn zu einer realen werden: Unter der Erde finden sich unzählige Tunnel und Wege, die den entflohenen Sklaven den Weg gen Norden weisen.

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  • Swing Time | Zadie Smith

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    Zwei Mädchen mit dem gleichen Traum: Sie wollen Tänzerinnen werden und es aus ihren Sozialbauten in London raus schaffen. Die beiden verbindet eine tiefe, aber auch sehr komplizierte Freundschaft, die jahrelang halten soll. Swing Time erzählt ihre Geschichte, wie sie –geprägt von ihrem sozialen Umfeld– versuchen, sich selbst zu finden und ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, etwas aus ihrem Leben zu machen. Leider geht die Erzählung in zu vielen ausschweifenden Beschreibungen unter und wichtige Themen werden nur kurz angeschnitten, kaum ausdiskutiert, wodurch immer ein Gefühl der Unvollkommenheit bleibt und die einzelnen Episoden eher wie ziellose Aneinanderreihungen als eine zusammenhängende Geschichte erscheint.

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  • Die Anatomie des Erwachens von Eleanor Catton

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    Die Welt ist eine Bühne –zumindest erscheint es so in Eleanor Cattons Debütroman Die Anatomie des Erwachens, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion immerzu verschwimmen. Die Geschichte, unter anderem erzählt aus der Sicht einer Gruppe jugendlicher Mädchen, dreht sich vor allem um die skandalöse Affäre des Musiklehrers Mr. Saladin mit seiner minderjährigen Schülerin Victoria. Genau wie […]

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  • Das Leben und Sterben der Flugzeuge von Heinrich Steinfest

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    Was haben ein Pariser Bahnhofsspatz und ein Deutscher Kommissar miteinander gemein? Nicht viel, würde man meinen, doch der Autor Heinrich Steinfest hat da eine ganz eigene Meinung zu und überzeugt mit einer abenteuerreichen Geschichte, die sowohl voller skurriler Begebenheiten als auch kurioser Figuren steckt und sich zwischen Wirklichkeit und Traum durch mehrere Welten hindurchzieht. Voller Sarkasmus und Witz werden absurde Szenen beschrieben, die voller Verschwörungstheorien und verwirrender Elemente sind und dies alles in dem einzigartigen Steinfest’schen Stil –grandios!

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  • Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie

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    Vor kurzem klickte ich auf der Youtube-Seite der TED-Talks herum und schaute mir dort in Endlosschleife alle möglichen Vorträge an. Ich war ganz fasziniert von dem Mut der Sprecher und ihren einnehmenden Themen. So entdeckte ich auch die Rede von Chimamanda Ngozi Adichie „Why We All Should Be Feminists“. Ihren Vortrag schaute ich mir gleich ganze drei Mal an, so beeindruckt war ich von ihrer einnehmenden Persönlichkeit, die Wärme und Charisma ausstrahlte und mich mit ihren Worten sofort in ihren Bann zog. Daraufhin besorgte ich mir umgehend den Roman Americanah von ihr und ja, sie ist nicht nur eine sehr begabte Rednerin, sondern auch eine begnadete Autorin.

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  • The Muse von Jessie Burton

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    Zwei Jahre ist es nun her, dass Jessie Burton mit ihrem Debütroman „The Mininaturist“ (Dt.: „Die Magie der kleinen Dinge“) einen weltweiten Erfolg erzielte. Auch ihr zweiter Roman „The Muse“ überzeugt durch seine vielschichtige Handlung und einnehmende Erzählweise. Es geht um die Geschichte zweier Frauen, getrennt durch die Jahrzehnte: Odelle, die in den 1960er Jahren ihre Heimat Trinidad verlässt, um in London ein besseres Leben zu finden und Olive, die während des Spanischen Bürgerkrieges in den späten 1930ern in Andalusien lebt. Obwohl sich dieses Frauen niemals begegnen werden, sind ihre Geschichten unausweichlich durch ein verloren geglaubtes Gemälde miteinander verbunden, das ihr beider Leben einschneidend verändern und bestimmen wird.

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  • Suhrkamp pocket – Große Bestseller im Kleinformat

    Pocket Suhrkamp

    Die neue pocket-Reihe von Suhrkamp lässt jedes Sammlerherz höher schlagen: Hochwertige Geschenkausgaben im handlichen Format, vom Klassiker bis hin zum Sachbuch. Die genauen Titel sind auf der Verlagsseite von Suhrkamp zu finden.

    Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, zwei dieser Titel zu rezensieren: „Open City“ von Teju Cole und „Auf der Plaça del Diamant“ von Mercè Rodoreda.

  • Belletristik
  • Unterleuten von Juli Zeh

    Unterleuten

    Juli Zeh hat mit „Unterleuten“ einen Gesellschaftsroman geschaffen, der das soziale Milieu in einem kleinen fiktiven Dörfchen in Brandenburg aufzeigt. Auf über 600 Seiten stellt Zeh eine abgeschottete Gesellschaft dar, einen Mikrokosmos, in dem es vor allem um alte Streitigkeiten, Machtspielchen und Intrigen geht. Nachdem auch noch ein Windpark in Unterleuten errichtet werden soll, wandelt sich die vermeintliche Dorfidylle zum ausgewachsenen Kleinkrieg.

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  • Die Gestirne von Eleanor Catton

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    Mit „Die Gestirne“ legt Eleanor Catton einen beeindruckenden und kolossalen modernen viktorianischen Roman vor, der den Werken der großen Autoren dieser Zeit wie Charles Dickens, Robert Louis Stevenson und Wilkie Collins in nichts nach steht. Eine höchst komplexe und fesselnde Geschichte, die eine Mischung aus historischem Kriminal- und Abenteuerroman ist und in der ein wenig magischer Realismus auch nicht fehlt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Catton 2013 für diesen einzigartigen Roman den Man Booker Prize gewann.

  • Allgemein
  • Wie Ihr wollt von Inger-Maria Mahlke

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    Wer bei dem neuen Werk von Inger-Maria Mahlke „Wie Ihr wollt“ auf einen klassischen historischen Roman hofft, muss leider enttäuscht werden. Die Autorin selbst beschreibt es als „die literarische Aneignung eines historischen Stoffes“, was ihr auf eine wundervolle Weise gelungen ist. Mit Komik und subtiler Ironie stellt sie einen Ausschnitt des Lebens der Mary Grey dar, eingesperrt sowohl in ihrem Körper auf Grund ihrer Kleinwüchsigkeit als auch im Hause Thomas Greshams, da sie von Königin Elisabeth I. unter Hausarrest gestellt wurde. Es ist ein sehr humorvoller, aber auch nachdenklich stimmender Roman, der die ständigen Versuche Marys um Anerkennung und Freiheit darstellt, welche jedoch letzten Endes zum Scheitern verurteilt sind.